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Blog von Dr. Markus Kreuz

Für mich war der Apple Store bisher immer ein Musterbeispiel für gute Einkaufserfahrung. Die Läden sind einladend gestaltet, das Verkaufspersonal ist zuvorkommend aber nicht aufdringlich; die Kassen sind in die Tische integriert; und man kann sogar mit dem Self-Checkout auch den Laden sehr schnell wieder verlassen.

In den letzten Wochen war ich wieder etwas häufiger im Apple Store, um Kleinigkeiten für Freunde zu besorgen. Der Self-Checkout war mir etwas unpersönlich, also suchte ich mir das Produkt raus und suchte mir dann Verkaufspersonal.

Bisher war es immer so, dass die Person das Produkt scannt, mich dann kurz nach der E-Mail Adresse fragt, sich je nach Alert über meine @me wundert oder gar nicht weiß was das ist; bezahlt wird über Apple Pay und fertig. Die nächste Evolutionsstufe war, dass wir das iPhone in die Hand gedrückt wurde, damit ich selbst meine E-Mail Adresse eintrage. Beim Autokomplete gab es dann sogar nicht mehr @me, sondern nur noch die Klassiker in Deutschland wie @gmail, @gmx oder @hotmail.

Inzwischen wird mir nach dem Scan ein QR-Code ins Gesicht gehalten, den ich öffnen soll. Innerlich widerstrebt es mir etwas einen unbekannten QR-Code zu scannen, aber Apple wird man ja wohl vertrauen können. Die QR-Code öffnet die AppleStore App auf dem Handy mit einem Pop-Up. Es gab unten einen großen Button “Jetzt Teilen” und darunter klein “Anpassen”. Das Verkaufspersonal hätte am liebsten den Button “Jetzt Teilen” auf meinem Handy angeklickt, aber mein Instinkt war direkt “Anpassen” zu drücken.

Und jetzt wird es lustig: Es gibt vier Bereiche mit Daten, die mit Apple (Retail) geteilt werden würden, alles an bei Default. Der erste klingt noch nachvollziehbar, Kontaktdaten. Danach wurde es aber schon seltsam. Warum ist es für den Kauf wichtig zu wissen, welchen Mobilfunkanbieter ich nutze? Gleiches gilt für meine Geräte und vergangenen Käufe. Ich schaltete also alles ab und konnte nicht mehr fortfahren. Meine Frage an die Verkaufsperson war also “Was ist denn zwingend notwendig fürs fortfahren?”; ich stieß auf komplettes Unwissen. Stellte sich raus, dass die Kontaktdaten geteilt werden müssen; für die E-Mail Adresse, die ich vorher kurz eingetragen habe.

Der Kauf hat jetzt statt früher 2min, jetzt 5min gedauert und ich werde definitiv mehr den Self-Checkout nutzen.

Aber aus Sicht von Apple (Retail) ist das Ziel klar: Daten sammeln. Und um mich herum teilten alle direkt alle Daten ohne es zu hinterfragen. Das System scheint also zu funktionieren. Es stellt sich jedoch die berechtigte Frage, ob der Default hier korrekt ist, da nicht alles notwendig für den Kauf ist.

Aktuell haben wir bei uns im Haus nur eine Option für Internet: “Gigabit” Kabel über Vodafone. Es ist grundsätzlich eine gute und schnelle Option, jedoch nicht so zuverlässig wie gewünscht und auch lässt der Upload mit “nur” 50 MBits zu wünschen übrig.

Vor knapp einem Jahr gab es einen Brief von der Hausverwaltung, dass die Telekom echte Glasfaser bei uns ausbaut und man sich über folgenden Link registrieren kann. Gesagt getan und einen Tarif bestellt. Diese Bereitschaft hat sicherlich nichts damit zu tun, dass durch eine Gesetzesänderung nur noch Glasfaser-Kosten über die Nebenkosten an die Mieter weiterzugeben sind, natürlich reine Spekulation. Ich freue mich auf jeden Fall auf einen leistungsfähigen Anschluss.

Wochen und Monate ziehen ins Land und der anvisierte Anschlusstermin verstreicht. Auf Rückfrage bei der Telekom werden zuerst nur Bauverzögerungen angebracht. Ein paar Wochen (Ende 2025) später gab es dann einen Link mit einem Tracker zum Status, wirklich gut gemacht. Dem war zu entnehmen, dass die Telekom auf die Zustimmung des Eigentümers wartet (seit Ende 2024). Ein Anruf bei der Hausverwaltung zeigt, dort ist angeblich kein Brief von der Telekom angekommen. Und die Telekom wartet. Aber auch die Hausverwaltung ist nicht sonderlich motiviert das Problem zu lösen, bedeutet wohl Arbeit.

Einen Vormittag hing ich mich also ans Telefon und rief die Telekom über diverse Hotlines an. Die erste Person konnte mir nicht helfen und verwies auf die gleiche Hotline, die ich gewählt hatte. Die nächste Person sprach von einem fehlenden Formular, dass man mir zuschicken wollte. Meine Bitte dies doch an die Hausverwaltung zu schicken, verlief ins Leere. Also, Formular an die Hausverwaltung weitergeleitet, Formular passt nicht. Erneuter Anruf bei der Telekom: Jetzt soll der Eigentümer des Hauses eine bestimmte Hotline anrufen, um sein Einverständnis zu erteilen. Wieder an die Hausverwaltung weitergeleitet, sie wollen es dem Eigentümer schicken.

Seitdem heißt es wieder warten. Und da wundert man sich (nicht), warum der Glasfaserausbau so schleppend erfolgt. Fun Fact: Laut Vodafone hätte ich direkt schon Glasfaser (über die Leitung der Telekom) buchen können, wo diese Leitung liegt konnte mir aber niemand sagen.

Dieses Jahr stand etwas mehr im Zeichen von “einen Schritt zurückzugehen” und zu analysieren, was ich gerne noch an der App anpassen möchte, ohne dabei die Identität zu verlieren. Daher war dieses Jahr nicht viel Neues zu sehen (zumindest auf der Oberfläche).

Download-Zahlen

Zugegeben, man gewöhnt sich schon etwas daran, dass die App quasi jeden Tag “neu” heruntergeladen wird, und es auch jede Woche einen In-App Kauf gibt. Vor noch einen Jahr war dies ein phänomenaler Zustand. Daran muss ich mich auch immer wieder erinnern.

Support-Systeme

Im Laufe des Jahres wurden diverse Backend-Systeme migriert, um die App robuster zu machen. Dabei wanderte insbesondere die nächtliche Erstellung der “Master”-Daten auf den Heimserver, sodass die Public-Server sich darauf konzentrieren können, die Daten an die App auszuliefern. Darüber hinaus habe ich ein Monitoring-System aufgebaut, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Backend-Systeme einwandfrei funktionieren.

Liquid Glass

Dieses Jahr hat Apple mit iOS 26 ein ganz neues Design eingeführt. Daher stand auch an, die App an das neue Design anzupassen. Was im letzten Jahr nur ein Rebuild war, dauerte jetzt mehrere Wochen/Monate. Nach der WWDC habe ich erwartungsvoll die neue XCode geladen, das Projekt geöffnet und die App gebaut. Und... direkt ein Feld an Fehlern, die gar nichts mit dem Code zu tun hatten. Also hieß es erst einmal warten, bis Apple die Bugs in XCode behoben hat. Nach dem ersten “erfolgreichen” Build, direkt die nächste Ernüchterung: Der frisch gebaute Einführungsassistent ist komplett zerschossen, weil iOS 26 die Abstände ganz anders interpretiert. Also habe ich die Zeit bis zum Release von iOS 26 nur damit verbracht die App ans neue Design anzupassen und diese kleinen Fehler zu beheben. Das Update ist rechtzeitig fertig geworden und für die meisten User sollte sich nichts geändert haben – unter der Haube jedoch einiges, damit Liquid Glass funktioniert.

iOS 16

Mit der Einführung von iOS 26 kommt immer wieder das Thema bei mir auf, welche Versionen von iOS ich noch unterstützen möchte. Meine (anonymen) Auswertungen zeigen durchaus noch Nutzer mit iOS 16. Interessanterweise ist iOS 17 quasi verschwunden, auch weil alle Geräte ebenfalls iOS 18 unterstützen. Ich habe mich daher im ersten Schritt entschieden, den Schnitt zwischen iOS 16/17 und iOS 18+ zu machen. Das bedeutet, dass iOS 16 zwar noch technisch unterstützt wird, aber nicht mit allen neuen Features. Die App funktioniert weiterhin einwandfrei.

Erweiterung aufs EU-Ausland

Ein großes Thema dieses Jahr war es den Datensatz so anzupassen, dass er sich auch aufs EU-Ausland erweitern lässt. Dazu musste ich die komplette Daten-Pipeline anpassen. Hier ist noch einiges an Arbeit zu tun, aber ich konnte große Schritte machen, um die App in 2026 auch fürs EU-Ausland anzubieten. Es sei noch nicht zu viel verraten, aber die ersten internen Tests laufen bereits mit guten Erfolgsquoten.

Ausblick auf 2026

Auch wenn es dieses Jahr scheinbar um die App etwas ruhiger geworden ist, sind die Pläne weiterhin groß. Es fühlt sich aktuell wie ein großes Puzzle an und so langsam kommen alle Einzelteile zusammen, um mit der App Placetopee den besten Helfer für Autobahnfahrten anbieten zu können.

Mein Homelab hat sich auch schon etwas weiterentwickelt. Die größte Änderungen kam in den letzten Monaten mit neuen Switches und einem eigenen NAS.

Separates NAS

An sich war ich sehr zufrieden mit dem TrueNAS Setup im Desktop Server. Jedoch hatte ich immer zwei Punkte, die mich etwas gestört haben: 1. Kein eigenes Interface für die Daten Kommend von einer Synology, habe ich gerne die Möglichkeit, mir die Daten auf dem NAS direkt anzuschauen, ohne zusätzliche Software. 2. Platz für Festplatten Im Desktop Server war nur wirklich Platz für zwei Festplatten, die dritte lag so im Gehäuse. Eine Erweiterung war somit gar nicht möglich.

Als langjähriger Nutzer von UniFi, habe ich mir das UNAS Pro angeschaut. Auch wenn inzwischen neuere Geräte auf dem Markt sind, ist es ein recht gutes Paket: Insgesamt 7 Bays mit 10Gbit SFP.

Somit habe ich zugeschlagen und alle Daten von TrueNAS übertragen. Aktuell bin ich wirklich sehr zufrieden mit den Übertragungsraten, dem Interface und auch dem Möglichkeiten für Backups.

Neuer Switch

Zusammen mit dem NAS habe ich mir auch noch einen separaten Switch besorgt, damit nicht alles über den Router laufen muss. Mit 10Gbit SFP, 2,5Gbit und auch POE++ bin ich sehr überzeugt von der Leistung und Flexibilität. Mit entsprechenden Ethernet-Adaptern, kann ich die Laptops auch mit 2,5Gbit anbinden.

Server

Damit ist der Homeserver jetzt ohne Festplatten und läuft deutlich ruhiger. Ich habe den Arbeitsspeicher noch etwas aufgerüstet und kann somit auch größere Instanzen von Open Street Map laufen lassen.

Monitor

Der Monitor ist vielleicht nur ein kleiner Teil des Homelabs, aber auch hier ein kurzes Update. Bisher habe ich auf einem Ultra-Wide gearbeitet mit 38 Zoll. Auch wenn das für die Arbeit sehr viel Fläche ist, habe ich immer wieder festgestellt, dass ich häufiger nur am Laptop gearbeitet habe, weil der Bildschirm sonst zu groß war. Nach viel Hin und Her bin ich jetzt auf einen 27 Zoll, 5K Monitor gewechselt und bin begeistert. Es muss wirklich nicht das Apple Studio Display sein. Ein Asus ProArt tut es auch. Gerade auf dem Mac macht es so viel mehr Spaß nun Texte zu lesen und zu schreiben durch die native Retina-Auflösung. Interessanterweise sind es jetzt sogar mehr Pixel als vorher, aber der Schreibtisch ist nicht mehr ganz so voll. Und ich nutze den Monitor wieder häufiger, der Rücken freut sich.

Wenn es nach Apple und Google geht, vereint das Smartphone alles was man im Alltag so braucht: Kommunikation, Unterhaltung, Bezahlen und auch Schlüssel und Ausweise. Wenn man jedoch versucht auf ein neues Smartphone zu wechseln fangen die Probleme an. Teilweise liegt das bei Apple/Google, teilweise dann aber auch bei den Apps selbst. Beim Wiederherstellen aus dem letzten Backup sieht das Smartphone schon genauso aus wie vorher, jedoch nur auf den ersten Blick.

Manche Einstellungen / Verbindungen wie zur Smartwatch oder dem Auto werden einfach komplett vergessen und müssen neu eingestellt werden. Die eSIM wird nur bei einem der beiden Provider problemlos übertragen. Und mit absteigendem Sicherheitslevel haben die Apps nicht den richtigen Zustand oder erfordern neue Authentifizierung. Bei den Apps der Banken reicht das Verhalten von “bitte beantragen Sie erst einen neuen QR Code per Brief”, über einem aufwendigen Wechsel des vertrauten Geräts (warum auch immer nicht mehrere erlaubt sind) hin zu “du bist eingeloggt, darfst aber erst einmal ein paar Tage nicht alles machen”. Ohne das alte Smartphone oder analogen Token wäre man hier sehr aufgeschmissen. Gleiches gilt auch bei einigen Messaging Apps, die nur einen Teil der Chats übertragen oder irgendwie vergessen haben, wer man ist. Bei einigen ist es wirklich einfacher die Apps zu löschen und neu einzurichten.

Und dann nicht zu vergessen die ganzen Apps für die Arbeit, weil es ja BYOD ist. Alle Auth-Apps müssen komplett neu eingerichtet werden, und ohne das alte Smartphone oder zusätzlichem IT Support quasi unmöglich.

Das Einstellen aller Apps hat bisher schon diverse Stunden gedauert, und ich habe das alte immer noch daneben liegen. Mal schauen, wann ich mich traue das alte Smartphone zu löschen.

Gestern kam erneut eine Mail von BMW Charging mit der Ankündigung einer Änderung der Ladekonditionen. Einen kurzen Schritt zurück: BMW bietet für Fahrer elektrifizierter Fahrzeuge (Plug-In und Elektro) die Möglichkeit einen eigenen Ladetarif zu verwenden, um die Barriere zu senken. Es gibt einen kostenlosen Tarif “Flex” mit variablen Ladekosten je nach Ladeanbieter und einen kostenpflichtigen “Active” Tarif, der fürs erste Jahr kostenlos ist. Dieser “Active” Tarif war von Anfang an eine gute Option, wenn man nicht diverse Ladekarten haben möchte. Der Preis war nicht immer der günstigste, aber mehr als fair. Im letzten Jahr fing es jedoch an: Die Mails mit der Ankündigung einer Änderung der Ladekonditionen. Zuerst war es nur eine zusätzliche Gebühr pro Ladevorgang. Danach wurden die Preise erhöht. Im Anschluss das Modell komplett geändert und der “Active” Tarif bot einen Rabatt auf den “Flex”-Tarif. Es kamen “Preferred Partner” hinzu, bei denen man zu festen Konditionen laden konnte; und die sich jeden Monat verändert haben. Und gestern dann die vierte Mail mit der nächsten Änderung: Der Rabatt wird fast gestrichen, und auch die Konditionen bei den “Preferred Partnern”. Damit hat sich BMW Charging von einer soliden Option zu fast einem Lotto entwickelt. Ich kann nicht mehr wirklich und verlässlich planen, was mich eine Ladung kosten wird. Und ja, auch Tankstellen ändern ihre Preise, jedoch nicht ständig das Berechnungsgrundlage. Ich habe das Feedback an BMW Charging weitergegeben, bekam jedoch die Standardantwort mit steigenden Preisen bei den Infrastrukturkosten und dem Hinweis, dass sie bemüht sich wettbewerbsfähige Preise anzubieten. Ich werde mir daher gut überlegen, ob ich den Vertrag nach der kostenlose Phase verlängere. Bis dahin werden sich die Konditionen aber sicherlich noch ein paar mal ändern.

Es dauert immer länger als gewünscht, aber ich wollte einmal meine ersten Erfahrungen mit dem Homelab teilen. Vielleicht hilft es jemandem, der das gleiche Problem hat.

Alle Teile für den PC waren rechtzeitig da, außer natürlich das Case. Daher musste ich das noch einmal über einen anderen Shop bestellen. Der Zusammenbau hat deutlich mehr Zeit eingenommen, als ich dacht hätte. Liegt vermutlich auch daran, dass ich noch nie einen PC zusammengebaut habe, und keinen Fehler machen wollte. Insgesamt habe ich mehr als 5 Stunden gebraucht, immerhin ohne größere Probleme. Und beim ersten Druck auf den Startknopf ging der PC auch an, ein schönes Gefühl.

Die Installation von Proxmox verlief auch ohne Probleme, ich konnte sogar die SSD aus dem alten Server in den neuen verbauen. Ein paar Treiber mussten nachgeladen werden, das war es dann aber auch.

Dann finden jedoch die ersten Probleme an. Auf dem Mainboard von MSI ist ein 5G LAN verbaut, der leider nicht direkt erkannt wurde. Auch das deaktivieren von Secure Boot hat hier nicht geholfen. Nach mehreren Tagen debugging konnte ich einen Custom Treiber finden, der funktioniert. Aber dann war noch das Problem mit dem Reboot. Immer, wenn ich den PC neu gestartet habe, meldete er sich nicht im Netzwerk an. Sobald ich dann Monitor und Tastatur angeschlossen habe, lief wieder alles problemlos. Es hat einige Wochen gebraucht, um hierfür eine Lösung zu finden: Es war eine BIOS Einstellung, die das “Boot Logo” beim Start anzeigen soll. Ohne Monitor war dies natürlich nicht möglich und daher auch kein Boot.

Ich habe mir noch eine 10G SFP+ Netzwerkkarte von Intel auf Ebay besorgt. Diese wurde ohne Probleme erkannt und auch die Einstellungen in Proxmox waren einfach. Und dann stand wieder ein Update mit Reboot an... wieder lief der 5G LAN Port nicht mehr. Daher läuft aktuell alles über die 10G Karte.

Abseits davon hat es sehr geholfen die Lüfter und Pumpe einzustellen, um das Geräuschniveau zu senken. Als Ingenieur war dies sehr spaßig. Abgesehen davon, dass sich das BIOS manchmal ohne Grund zurücksetzt (letztes Mal schon etwas her), ist dies sehr praktisch. Die Leistung des PC ist gleich zu vorher, aber man hört nichts bis zu 75% Last.

Als letzten Schritt habe ich mit noch ein paar Festplatten bestellt, um die Synology als NAS abzulösen. Leider sind nun die Festplatten das lauteste am PC. TrueNAS lies sich einfach installieren, die Datenübertragung dauerte natürlich etwas. Das Backup und die Datenübertragung sind inzwischen deutlich schneller geworden, ein schöner Nebeneffekt.

Aktuelles Fazit ist sehr positiv. Der Intel Ultra 7 265K war die richtige Entscheidung, Thunderbolt ist eine sehr hilfreiche Technologie. Die Unterstützung ist problemlos mit Proxmox. Und die Leistung ist sehr beeindruckend. Das einzige, was etwas nervt sind die Probleme mit dem 5G LAN Port. Immerhin ist die 10G Karte eine Lösung.

Es gibt eine recht interessante Video-Serie von Carwow auf YouTube. Sie vergleichen Fahrzeuge von heute mit dem gleichen Modell von vor knapp 20-25 Jahren (Beispielsweise VW Passat, BMW 5er). Es ist sehr spannend zu sehen, was sich in 20 Jahren getan hat oder auch nicht. Es wird der Eindruck erweckt, dass sich beim Verbrauch quasi kaum etwas getan hat, die Autos hauptsächlich länger geworden sind und nur mehr Displays haben. Auch wenn sich das vermutlich gut verkaufen lässt, entspricht es nicht so ganz der Wahrheit. Sie müssten mal neben dem Verbrauchstest auch einen Test der Abgasemissionen machen. Dabei würde dann herauskommen, dass diverse Emissionen deutlich gesunken sind, teilweise eben auch auf Kosten eines höheren Verbrauchs. Und ein zweiter Aspekt ist die Sicherheit, sowohl passiv als auch aktiv. Ein Auto von vor 25 Jahren würde vermutlich nicht einmal einen Stern im heutigen Crashtest bekommen. Vielleicht als ein Vorschlag fürs nächste Video.

Vorweg: Ich mag Schnee sehr gerne. Es verlangsamt das Treiben vieler (weil sie eventuell denken, es ist kurz vor Weihnachten) und ist auch einfach schön anzuschauen.

Gleichzeitig ist es dann aber auch die Zeit von: Hilfe eine Schneeflocke im Straßenverkehr. Damit einher kommt auch die Zeit, in der viele die geringeren Reibwerte spüren und mal merken, dass insgesamt nur knapp die Fläche eines DIN A4 Blattes für den Bodenkontakt zwischen Auto und Straße sorgt. Es ist auch die Zeit der zugefrorenen Radarsensoren und Besitzer, die dann erst merken, dass ihr Auto einen hat. Und die Zeit, in der man merkt, welche Räder angetrieben werden. Immerhin ist es auch die Zeit, in der moderne Systeme wie ein ABS oder ESP häufiger im Einsatz sind und Auffahrwarnungen diverse Unfälle vermeiden können. Immerhin ist es auch die Zeit, in der Autofahrer mal etwas umsichtiger Fahren und man als Radfahrer gesehen wird. Leider ist es aber auch die Zeit der Autofahrer, die sich mit dicker Jacke direkt ins Auto setzen ohne zu Wissen, dass sie dann im Falle eines Unfalls nicht geschützt werden können und das Rückhaltesystem erst einmal die Luft aus der Jacke pressen muss.

Und leider ist es auch die Zeit der Vorurteile. Ein Allrad hilft natürlich beim Beschleunigen, aber quasi alle Autos bremsen über alle vier Räder. Und auch wenn ein Elektroauto weniger Reichweite im Winter hat (wie ein Verbrenner auch), so bietet es die Möglichkeit der Vorkonditionierung. Es ist wirklich sehr schön in ein warmes Auto einzusteigen. Es hilft bei einem Verbrenner leider nur sehr wenig den Motor laufen zu lassen, “damit es warm wird”. Insbesondere, wenn das Auto länger stand ist auch der Motor kalt. Und der muss erst einmal warm werden, bevor er Wärme an den Innenraum abgeben kann. Mal ganz abgesehen, dass dies gesetzlich verboten ist. Zum Abschluss noch, warum ich den Schnee noch mag. Es erlaubt mir (in sicherer Umgebung) die fahrphysikalischen Grenzen meines Autos zu erfahren. Der Allrad war sehr beeindruckend, jetzt wieder mit Heckantrieb dürfte es wieder spaßiger werden. Allen eine gute Fahrt.

Dieser Blog soll es nicht ausschließlich um meine App drehen, auch wenn diese natürlich einen Großteil meiner Zeit aktuell einnimmt. Schon seit vielen Jahren experimentiere ich Zuhause mit einem eigenen Server und eigenen Diensten. Es fing damals an mit einem Pi-Hole gegen Werbung und Tracker.

So ziemlich alles hat ja einen Begriff und vor ein paar Wochen lerne ich, dass sich das unter dem Schlagbegriff “Homelab” zusammenfassen lässt.

Aktuelles Setup

Den Kern meines Homelabs stellt das Netzwerk da, das durch eine UniFi Dream Maschine Pro aufgespannt wird. Dieses ermöglicht mir eine schöne Trennung in einzelne VLANs und stellt auch Funktionen wie ein VPN, Gastnetz und Redundantes Internet sicher. Ganz klassisch übernimmt eine Synology die Rolle des NAS für Speicher und Backups. Im Zentrum des Homelabs steht aktuell ein “alter” Intel NUC8i5BEH, den ich mir einmal für die Simulationen bei meiner Dissertation zusammengestellt und aufgerüstet hatte. Der i5 hat 4 Kerne, 8 Threads und reicht für die meisten Projekt vollkommen aus. Die 64GB RAM sind auch mehr als ausreichend. Als Betriebssystem läuft inzwischen Proxmox und darin diverse VMs, bzw. Container. Ich bin ein sehr großer Fan von Proxmox, da es mir erlaubt diverse Sachen problemlos auszuprobieren, seien es neue VMs oder even leichte Linux Container. Momentan laufen 2x Pi-Hole für Redundantes DNS, das GitLab, ein Plex-Server samt xTeVe für das transcoden des Kabel-TVs, sowie ein Container mit diversen “Admin”-System. Dies ist hauptsächlich ein Nginx Proxy Manager für locales SSL, Homarr als Dashboard (Noch nicht zu sehr in Verwendung) und Uptime Kuma fürs Monitoring diverser Webseiten und Dienste. Letzteres ist wirklich sehr praktisch und einfach einzurichten.

Aktuelle Baustelle

Momentan bin ich noch etwas am Experimentieren, ob ich bei Docker bleibe oder doch wie von einigen empfohlen zu Podman wechsle. Wirkliche Probleme mit Docker hatte ich nicht und auch das “Root”-Problem ist im aktuellen Setup wenig dramatisch. Mit Podman dagegen hatte ich schon ein paar Probleme beim Aufsetzen, die sich wirklich nur durch eine Neuinstallation lösen ließen. Im Homelab bleibe ich daher noch bei Docker.

Kleiner Ausblick

Eine etwas größere VM auf meinem Server ist ein OSM-Server, der es mit erlaubt schneller zu entwickeln, da die öffentlichen OSM-Instanzen verständlicherweise etwas langsam sind. Irgendwann kommt hier aber der NUC an seine Grenzen, sodass ich mich entschieden habe einen neuen Server zu bauen. Dieser soll dann auch die Rolle des NAS übernehmen, da die zwei Festplatten in der Synology langsam knapp wurden. Nach wirklich Wochen der Planung und des hin- und her, habe ich mich für einen Intel-Build entschieden und hoffe in den nächsten Wochen die Erfahrungen hier teilen zu können. Der Ultra 7 265K ist recht spannend, da er kein Hyperthreading mehr hat, sondern wie in den Prozessoren von Apple/ARM auf Performance und Efficiency Kerne setzt. Ich bin gespannt, wie das im Homelab Setup sich auswirkt. Ich plane mit dem OSM-Server dann auch aufwendigere Vorberechnungen lokal machen zu können und somit dann neue Funktionen bereitstellen zu können. Und nebenbei ist es ja auch immer schön zu basteln und zu entdecken. Die ersten Teile sind heute angekommen.