Elektroauto ist die Fahrrad

Ich habe das Privileg mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können. Diese Woche kam mir ein Gedanke, den ich gerne einmal teilen möchte:

“Elektroauto fahren ist die Fahrrad fahren”

Ich war auf dem Rad und gegen den Wind unterwegs. Und wie zu erwarten ist, war ich langsamer unterwegs. Beim Elektroauto wird man bei Wind war nicht langsamer, aber der Verbrauch steigt. Wo sind hier die Gemeinsamkeiten?

Es liegt am Wirkungsgrad. Beim Fahrrad liegt der mechanische Wirkungsgrad bei über 90%, also wie viel Kraft, die man in die Pedale bringt auf der Straße ankommt. Auch beim Elektroauto ist der Wirkungsgrad in einer ähnlichen Größenordnung.

Und wenn sich dann die Fahrwiderstände signifikant ändern, durch zum Beispiel Wind (über 50% beim Rad), Regen oder eine schlechte Straße, macht sich das direkt bemerkbar. Das Auto oder der Radfahrer muss deutlich mehr Kraft aufwenden, um die gleiche Geschwindigkeit zu halten.

Jetzt fragen sich einige natürlich, warum dies beim Verbrenner nicht so ist. Der effektive Wirkungsgrad liegt bei normaler Fahrweise bei ca. 30%. Es geht so viel Energie verloren als Wärme. Wenn sich jetzt der Fahrwiderstand erhöht, steigt der Verbrauch auch, aber in einem so geringen Maß, dass es nicht auffällt.

Abseits vom Wirkungsgrad kam mir noch ein anderer interessanter Vergleich zwischen dem Fahrrad und Elektroauto. Im Gegensatz zu einem Verbrenner, der eine Leistungskurve hat und solange genug Sprit und Kühlung vorhanden ist, dies auch dauerhaft leisten kann; ist dies beim Elektroauto anders. Natürlich werben die Hersteller mit der Peak-Leistung; aber jeder, der einen Blick in den Fahrzeugschein geworfen hat, steht dort eine Dauerleistung. Diese ist teilweise nur noch 1/3 der Peak-Leistung.

Und hier der Vergleich mit dem Fahrrad. Jeder kennt es sicherlich auch, man kann für einen kurzen Sprint deutlich mehr Leistung auf die Straße bringen, diese jedoch nicht dauerhaft durchhalten.